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Blog / Case Study

Wie teure Mehrwegboxen aufhörten, verloren zu gehen

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Temperaturgeführte Mehrwegboxen sind teuer, und im manuellen Versand gingen sie reihenweise verloren. Wir haben den gesamten Kreislauf ins System geholt: Jede Box wird beim Versand an ihren Auftrag gebunden, reist mit einem fertigen Rücksendelabel, kommt nachverfolgt zurück und wird kontrolliert gereinigt, bevor sie wieder hinausgeht.

Auf einen Blick

  • Ausgangslage: Der Rückweg teurer temperaturgeführter Mehrwegboxen war organisiert, lief aber vollständig manuell, mit laufendem Personalaufwand und Verlusten.
  • Lösung: Wir haben den gesamten Kreislauf ins System geholt: Jede Box wird beim Versand an ihren Auftrag gebunden, reist mit fertigem Rücksendelabel und wird nach der Rückkehr automatisch zur Reinigung angeordnet.
  • Ergebnis: Seit 2020 läuft der Kreislauf digital und geschlossen, mit weniger verlorenen Boxen, weniger Kosten und deutlich weniger Customer-Service-Aufwand.

Die Ausgangslage

Für den temperaturgeführten Versand von Arzneimitteln braucht es spezielle Mehrwegboxen, sogenannte Passive Shipper. Sie sind wertvoll, für die Kühlkette unverzichtbar und dafür gemacht, viele Male zu reisen. Genau das ist der Haken: Eine Box geht mit einer Sendung hinaus und muss wieder zurück.

Dieser Rückweg war organisiert, lief aber vollständig von Hand. Jede Box wurde manuell zugeordnet, ihr Weg von Hand nachgehalten, jede Reinigung einzeln kontrolliert und dokumentiert. Das funktionierte zuverlässig, kostete aber laufend Zeit und Personal, vor allem im Customer Service. Und es hatte eine bauartbedingte Grenze: Ohne durchgehende digitale Nachverfolgung fand nicht jede teure Box zuverlässig den Weg zurück, und jeder Verlust schlägt direkt auf die Kosten.

Unser Ansatz

Wir haben nicht einzelne Schritte digitalisiert, sondern die Hoheit über den gesamten Kreislauf ins System geholt. Eine Box ist seitdem nie mehr „irgendwo“, sondern immer in einem definierten Zustand, von der Einlagerung über den Versand bis zur Rückkehr und Reinigung.

Der entscheidende Kniff liegt in einem unscheinbaren Detail: Jeder Box liegt ein fertiges Rücksendelabel bei. Der Empfänger muss nichts ausfüllen und nichts anfordern, er schickt die Box mit dem beiliegenden Label einfach zurück. Das senkt die Hürde für die Rückgabe spürbar und gibt dem System im selben Moment die Sendungsnummer, um die Rücksendung automatisch zu verfolgen. Maximaler Komfort für den Kunden und maximale Kontrolle für den Betreiber, in einem einzigen Schritt.

Angebunden ist das Ganze an das Lagerverwaltungssystem. Aufträge und Sendungen kommen dort vorkonfiguriert herüber; im Lager scannt ein Mitarbeiter die Box, und sie ist dem laufenden Auftrag zugeordnet, ohne eine einzige manuelle Eingabe.

Die Lösung

  • Box per Scan an den Auftrag gebunden. Aufträge und Sendungen werden aus dem Lagersystem eingelesen; ein Scan im Lager verbindet die physische Box mit dem richtigen Auftrag.
  • Rücksendelabel in der Box. Ein fertiges Versandlabel reist mit. Der Empfänger sendet die Box ohne Extraaufwand zurück, das System verfolgt die Rücksendung über die Sendungsnummer automatisch.
  • Zustandsverfolgung über den ganzen Lebenszyklus. Jeder Schritt von Versand über Empfang bis Rückgabe wird revisionssicher historisiert.
  • Reinigung ohne Buchführung von Hand. Nach einer konfigurierten Zahl von Einsätzen ordnet das System die normale oder die Tiefenreinigung selbst an und dokumentiert sie mit Zeitpunkt und Verantwortlichem. Das manuelle Kontrollieren und Nachhalten entfällt.
  • Mehrstufige Erinnerungen. Bleibt eine Box aus, mahnt das System automatisch und mehrsprachig, bevor sie als überfällig gilt.
  • Warnung vor knappem Box-Bestand. Das System überwacht je Box-Typ, wie viele einsatzbereite Boxen verfügbar sind, und meldet automatisch, bevor ein Typ unter den Mindestbestand fällt. So steht nie unbemerkt zu wenig im Lager.

Die Wendung

Der eigentliche Hebel ist das unscheinbare Rücksendelabel. Es kostet fast nichts und löst drei Probleme auf einmal: Es macht die Rückgabe für den Kunden mühelos, es senkt dadurch die Verlustrate, und es liefert dem System genau die Sendungsnummer, mit der sich der Kreislauf von selbst schließt. Aus einem reinen Komfort-Feature wird das Kontroll-Instrument.

So kippt die ganze Logik des Prozesses. Vorher hing die Rückkehr einer teuren Box am guten Willen und an manuellem Nachhaken. Jetzt ist der bequemste Weg für den Kunden zugleich der, der dem Betreiber die volle Nachverfolgung gibt, weniger Schwund, weniger Kosten, weniger Customer-Service-Zeit für die Suche nach Boxen.

Das Ergebnis

  • Seit 2020 produktiv. Derselbe, gut organisierte Ablauf läuft jetzt als geschlossener digitaler Kreislauf, schneller, einfacher und mit deutlich weniger Personalaufwand.
  • Weniger verlorene Boxen, also geringere Kosten und weniger Ärger; spürbar weniger Customer-Service-Aufwand.
  • Reinigungskontrolle und Compliance-Nachweise laufen automatisch im Prozess mit, der manuelle Kontroll- und Buchführungsaufwand entfällt.
  • Mandantenfähig und auditierbar, mit Auswertungen auf Knopfdruck.

Was diese Geschichte zeigt

Wer einen physischen Prozess wirklich beherrschen will, muss ihn ganz ins System holen, nicht ein paar Schritte digitalisieren, sondern den ganzen Kreislauf, samt der unscheinbaren Stelle, an der Komfort und Kontrolle zusammenfallen.

Im E-Commerce weiß das jeder, der Retouren steuert: Über Kosten und Kundenbindung entscheidet der Rückweg, nicht der Hinweg. Hier ist es dieselbe Disziplin, angewandt auf ein hochwertiges Kühlketten-Asset statt auf ein Paket.

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